Vertiefungsarbeiten

Umsetzung: Experiment zum Alltag ohne Sehen

Wie eine Blinde Person Zeitverbringen

Ich habe ein Experiment gemacht. Am Wochenende habe ich meine Augen für eine Stunde mit einer Schlafmaske bedeckt. Ich war zu Hause und habe versucht, wie eine blinde Person zu leben. Ich wollte wissen, wie sich das Leben ohne Sehen anfühlt. Ich war neugierig und wollte die Schwierigkeiten besser verstehen.

Ich bin im Haus herumgelaufen und habe viele Dinge mit meinen Händen ertastet. Ich habe mich langsam bewegt und versucht, mich nur mit meinem Gehör und meinem Tastsinn zu orientieren. Mein Vater hat aufgepasst, dass ich nicht hinfalle. Ich hatte Angst, gegen Möbel zu stossen, deshalb bin ich sehr vorsichtig gegangen. Ich konnte weder fernsehen noch mein Handy benutzen. Auch Lesen oder Zeichnen war nicht möglich. Deshalb musste ich meine Familie um Hilfe bitten, zum Beispiel um Musik einzuschalten.

Es war schwer, sich im Haus zu orientieren. Kleine Dinge zu finden war viel schwieriger, als ich erwartet hatte. Während des Experiments habe ich gemerkt, dass ich mich viel mehr auf das Hören und Fühlen verlassen musste. Das hat zu dem gepasst, was ich in meiner Recherche über blinde Menschen gelernt habe.

Durch meine Recherche weiss ich jetzt, dass viele blinde Menschen verschiedene Hilfsmittel wie einen Langstock, einen Blindenführhund oder ein Smartphone mit Sprachausgabe benutzen. Während meines Experiments hatte ich keine solchen Hilfsmittel. Deshalb habe ich gemerkt, wie wichtig sie für den Alltag sind und wie sehr sie blinden Menschen helfen können.

Ausserdem habe ich gelernt, dass blinde Menschen arbeiten, lesen, die Brailleschrift benutzen und ihren Alltag selbstständig bewältigen können. Früher wusste ich vieles davon nicht. Mein Experiment hat mir gezeigt, wie abhängig ich selbst von meinen Augen bin und dass Blindheit den Alltag zwar schwieriger macht, aber nicht bedeutet, dass man nichts mehr machen kann.