Die Gesichte der Drogen begann schon vor mehreren tausend Jahren. Damals entdeckten Menschen zufällig Pflanzen, Pilze und andere Stoffe, die Schmerzen lindern oder das Bewusstsein verändern konnten. Obwohl sie noch nichts über Chemie oder die Wirkung im Gehirn wussten, bemerkten sie, dass manche Pflanzen beruhigend wirkten, oder besondere Gefühle und Wahrnehmungen auslösten.
In den ersten Hochkulturen wurden Drogen vor allem als Heilmittel und bei religiösen Ritualen eingesetzt. Viele Menschen glaubten, dass sie mit berauschenden Pflanzen mit Göttern oder Geistern in Kontakt treten konnten. Gleichzeitig wurden verschiedene Pflanzen zur Behandlung von Krankheiten und Schmerzen verwendet.
Mit der Zeit verbreitete sich das Wissen über diese Stoffe immer weiter. Händler brachten Heilpflanzen und andere Mittel in verschiedene Länder. Dadurch lernten immer mehr Menschen ihre Wirkung kennen. Besonders Alkohol entwickelte sich zu einer der am häufigsten konsumierten Drogen der Welt.
Im 18. und 19.Jahrhundert untersuchten Wissenschaftler die Wirkstoffe von Pflanzen genauer. Sie konnten Stoffe wie Morphin isolieren und als Medikamente einsetzen. Anfangs galt dies als grosser medizinischer Fortschritt, weil starke Schmerzen besser behandelt werden konnten. Später erkannte man jedoch, dass Morphin und andere ähnliche Stoffe abhängig machen können.
Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts nahm der Drogenkonsum stark zu. Dadurch wurden immer mehr Menschen abhängig. Viele Länder führten deshalb Gesetze ein, welche den Handel und den Konsum bestimmter Drogen einschränkten. Trotzdem entstanden illegale Märkte, auf denen verbotene Drogen verkauft wurden.
Schon vor vielen tausend Jahren nutzten Menschen Drogen als Medikamente. In Mesopotamien und Ägypten wurde Opium gegen Schmerzen eingesetzt, während in China Cannabis zur Behandlung verschiedener Krankheiten verwendet wurde. Im 20. Jahrhundert wurden viele neue Drogen nicht mehr aus Pflanzen hergestellt, sondern im Labor entwickelt. Dazu gehören zum Beispiel Amphetamine und später verschiedene Partydrogen.
1943 entdeckte der Schweizer Chemiker Albert Hofmann zufällig LSD, als er eigentlich nach einem neuen Medikament suchte. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurden Cannabis und LSD besonders durch die Hippie-Bewegung und viele Jugendliche bekannt. In den 1970er-Jahren wurde Marihuana weiterhin häufig konsumiert, allerdings war der THC-Gehalt damals deutlich niedriger als heute.
In den 1980er-Jahren galt Kokain bei manchen wohlhabenden Menschen als Statussymbol. Gleichzeitig war Heroin weit verbreitet und machte viele Menschen abhängig. Dadurch kam es häufig zu Beschaffungskriminalität, weil Betroffene Geld für Drogen benötigten. In den 1990er-Jahren wurden Ecstasy und Speed vor allem in der Partyszene immer beliebter
Heute werden neben Cannabis auch synthetische Drogen wie Crystal Meth und andere Designerdrogen konsumiert. Viele dieser Stoffe können schnell abhängig machen und schwere gesundheitliche Folgen verursachen. Auch Alkohol und Morphin gehören zu den Drogen, die bis heute bei vielen Menschen zu einer Abhängigkeit führen können.
Es gibt verschiedene Arten von Drogen. Man unterscheidet zum Beispiel zwischen legalen und illegalen Drogen. Zu den legalen Drogen gehören Alkohol, Nikotin und Koffein. Illegale Drogen sind unter anderem Kokain, Heroin, LSD oder Ecstasy. Drogen können auch nach ihrer Wirkung eingeteilt werden. Beruhigende Drogen wirken entspannend oder schmerzlindernd, aufputschende Drogen steigern die Energie und Konzentration und halluzinogene Drogen verändern die Wahrnehmung. Unabhängig von ihrer Art können viele Drogen bei regelmäßigem Konsum abhängig machen und der Gesundheit schaden.