{"id":408,"date":"2026-08-08T09:38:59","date_gmt":"2026-08-08T09:38:59","guid":{"rendered":"https:\/\/va.abut.ch\/?page_id=408"},"modified":"2026-08-16T19:41:31","modified_gmt":"2026-08-16T19:41:31","slug":"umsetzung-gerichtsverfahren-gerichtsbesuch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/va.abut.ch\/?page_id=408","title":{"rendered":"Umsetzung: Gerichtsverfahren und Gerichtsbesuch"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Gerichtsverfahren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Verfahren begann urspr\u00fcnglich am Bezirksgericht B\u00fclach, doch wir besuchten die Verhandlung sp\u00e4ter am Obergericht Z\u00fcrich. Dort durften wir bei einer Verhandlung wegen eines Raserdelikts dabei sein. Angeklagt waren zwei M\u00e4nner. Das Verfahren l\u00e4uft bereits seit dem Jahr 2020. W\u00e4hrend der Verhandlung erfuhren wir viele Informationen \u00fcber die beiden Angeklagten und ihre heutige Lebenssituation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Angeklagte ist inzwischen Vater geworden. Er arbeitet seit acht Jahren im Jumbo und verdient ungef\u00e4hr 5\u2019700 Franken inklusive 13. Monatslohn. Er wohnt in Bassersdorf und f\u00e4hrt momentan den Opel Corsa seiner Freundin. Ausserdem hat er Schulden, die er bis 2030 abbezahlen m\u00f6chte. Vor Gericht wurde auch erw\u00e4hnt, dass er zwischen 2012 und 2020 oft Probleme gemacht hat. Er sagte selbst, dass das Raserdelikt dumm und sehr gef\u00e4hrlich gewesen sei. Trotzdem m\u00f6chte er freigesprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Angeklagte erkl\u00e4rte ebenfalls, dass er seinen Fehler bereut und heute weiss, wie gef\u00e4hrlich sein Verhalten war. Auch er ist inzwischen Vater geworden. Zudem erfuhren wir, dass er an Schilddr\u00fcsenkrebs erkrankt ist. Seine Schilddr\u00fcse musste vollst\u00e4ndig entfernt werden. Die Behandlung ist noch nicht abgeschlossen, da noch weitere Untersuchungen folgen. Momentan nimmt er Medikamente ein. Er sagte vor Gericht, dass er keine Sonderbehandlung m\u00f6chte, sondern einfach eine faire Strafe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Staatsanwalt erkl\u00e4rte, dass Kinder oder eine Krankheit kein Grund seien, die Strafe zu mildern. Er sagte, dass die beiden Angeklagten mit ihrem Verhalten das Leben anderer Menschen gef\u00e4hrdet h\u00e4tten. Auch wenn sie ihre Tat bereuen, \u00e4ndere das nichts daran, wie gef\u00e4hrlich das Raserdelikt gewesen sei. Deshalb beantragte die Staatsanwaltschaft f\u00fcr beide Angeklagten eine Freiheitsstrafe von vier Jahren. \u00dcber das endg\u00fcltige Urteil wurde an diesem Tag aber noch nicht entschieden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir fanden die Verhandlung sehr interessant. Wir hatten mit der Schule zwar schon einmal ein Gericht besucht, aber dieser Fall war trotzdem spannend mitzuerleben. Es war interessant zu sehen, wie die Verhandlung ablief und wie der Richter, die Anw\u00e4lte, der Staatsanwalt und die Angeklagten ihre Aussagen machten. Leider konnten wir das Urteil nicht mehr miterleben, weil sich die Richter zur Beratung zur\u00fcckziehen mussten und es schon sp\u00e4t geworden war. Trotzdem hat uns der Besuch einen guten Einblick in den Ablauf einer Gerichtsverhandlung gegeben.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gerichtsverfahren Das Verfahren begann urspr\u00fcnglich am Bezirksgericht B\u00fclach, doch wir besuchten die Verhandlung sp\u00e4ter am Obergericht Z\u00fcrich. Dort durften wir bei einer Verhandlung wegen eines Raserdelikts dabei sein. Angeklagt waren zwei M\u00e4nner. Das Verfahren l\u00e4uft bereits seit dem Jahr 2020. 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